Deutscher Jugendchampion, Deutscher Champion (Klub u. VDH)
Österr. Jugendchampion, Österr. Champion (ÖKV u. Klub)
Deutscher Veteranenchampion (Klub), Österr. Veteranenchampion (ÖKV u. Klub)
Deutsche Bundessiegerin 1998
Österr. Bundessiegerin 2000 und 2001
9 x CACIB, 1 x Res. CACIB, 14 x BOB
Cassandra aus der Gerberstadt
9. Mai 1995 - 21. April 2008
Sandy war mein erster selbstgezüchteter Champion! Sie wurde auf 33 Ausstellungen gezeigt, bekam 26 x V1, 6 x V2, 1 x V3. Ausserdem wurde sie noch 10 x im Veteranenwettbewerb vorgestellt. Sie erreicht 9 x den 1. Platz und wurde 8 x BOB Veteran und 2 x BIS Veteran. Ihr letztes BOB erlief sie sich in grosser Konkurrenz im Alter von über 9 Jahren. Sie war ein wirklicher Champion!Sandy war immer gut gelaunt und ging wahnsinnig gerne auf Ausstellungen. Deshalb zeigten wir sie auch so oft und so gerne in der Veteranenklasse.
Dieses Bild wurde aufgenommen als Sandy ca. 10 Monate alt war, ungetrimmt, kurz vor ihrer ersten Ausstellung. Ich habe es hier eingestellt um zu zeigen, dass helle Augen in diesem Alter durchaus normal sind. Sandy hatte später wunderschöne dunkelbraune Augen.
Deutscher Champion (VDH+Klub), Deutscher Vet.-Champion
Bundesiegerin 1995
CACIB, BOB
Debanza Society Belle - Cherry
28. Januar 1993 - 12. April 2007
Wir haben in England nach einer Zuchthündin gesucht und fanden Sie: Debanza Society Belle - Cherry!
Cherry kam im Januar 1994 zu uns. Wir holten sie in England ab, was mit einigen Schwierigkeiten verbunden war. Man muss sich vorstellen, damals gab es noch kein Internet, das Telefonieren war nicht so einfach, wegen dem Dialekt von Cherrys Züchter. Cherry musste gegen Tollwut geimpft werden und der Impfstoff lag bei den Tierärzten nicht vor, musste beim Ministerium bestellt werden. Sie bekam ein 3 DIN-A4 Seiten großes Dokument über die Impfung zur Vorlage an der Grenze. Nach der Impfung mussten wir noch 4 weitere Wochen warten.
Dann endlich war es soweit! Wir fuhren mit dem Auto nach Calais. Dort wartete ich im Hotel mit den anderen Hunden und mein Mann fuhr mit der Fähre nach Dover, wo Cherry und ihr Züchter auf ihn gewartet haben. Cherry wurde aufgepickt und mein Mann fuhr mit der selben Fähre wieder zurück nach Calais. Dort pickte er mich und die Resthunde auf und wir fuhren Nonstop nach Hause. An keiner Grenze wollte man Cherrys schöne Papiere sehen, keiner interessierte sich für die Impfung!
Cherry fühlte sich von Anfang an wohl bei uns. Eigentlich sollte sie mich bei meinen Ausritten begleiten - aber Cherry wollte Jagdhund werden. Wir ließen ihr alle Freiheiten, die sie auch weidlich ausnutzte. Cherry war ein Naturtalent und bildete sich weitestgehend selbst aus. Als sie etwa ein halbes Jahr bei uns war fing sie einen jungen Iltis, schüttelte ihn tot und trug ihn zum Auto. Spurlautes Stöbern war ihr wohl angeboren - aber bitte nur, wenn es Erfolg versprach. Cherry ging nie, wenn sie überzeugt war dort nichts zu finden. Selbstverständlich konnte ich sie zum Reiten nicht mitnehmen.........
Cherry hatte einen überaus schönen, typischen English-Springer-Spaniel Kopf und ein hervorragende Bewegung, nur leider Probleme mit dem Haarkleid. Sie wurde pünktlich alle 6 Monate heiß, nämlich im März und im September, und genauso pünktlich verlor sie ihr Haar. Sie war also nur bedingt "ausstellungsfähig". Trotz allem wurde auch sie Champion und bescherte uns einige schöne Ausstellungserfolge. Sie war die Mutter unseres,C-,E-,F- und H-Wurfs. Cassandra, Elviira und High Society waren ihre erfolgreichen Töchter, sowohl im Ausstellungsring wie auch als Mütter.
Auch Cherry war immer ein gesunder Hund bis ins hohe Alter, sie sah und hörte bis zu letzt. Aber dann kam der Tag, an dem sie nicht mehr wollte. Es war der erste schöne Frühlingstag und wir ließen sie auf ihre letzte große Reise gehen.....
Leslie war unsere erste English Springer Spaniel Hündin. Durch sie haben wir uns in diese Rasse verliebt. Sie war ganz besonderes, denn sie hatte etwas, wovon ich behaupte, dass es Hunde eigentlich gar nicht haben:
Sie hatte den "will to please". Sie wollte immer nur gefallen.
Leider, durch unsere eigene Dummheit, gerieten wir mit ihr in eine Jagdhunde-Ausbildungsgruppe, die mit Hunden, wie Leslie einer war, nicht umgehen konnte. Die harten und teilweise sehr rüden Methoden haben sie geschädigt, sodass später nur noch Schadensbegrenzung zu leisten war. Gottseidank sind diese Zeiten der Ausbildung vorbei. Keiner meiner Hunde, die ich anschließend hatte, trug zur Ausbildung noch eine Koralle, keiner wurde in einer Gruppe ausgebildet, in der die Ausbilder keine Beherrschung haben und ihren Frust an den Hunden ausließen.
Leslie war bestimmt nicht die Schönste, aber sie hatte eine ganz besondere Art zu lachen, Leslie vergaß nie... leider und glücklicherweise!
Noch Jahre nach ihrer Ausbildung apportierte sie alles und immer. Leider blieb sie stark schussempfindlich, was der Ausbildung zu verdanken war. Und Wasser war nur ihre Sache, wenn es dort Enten zu apportieren gab. Von Schwimmen nur so zum Spaß hielt sie nicht viel, "mann" hatte bei der Ausbildung mal knapp neben sie geschossen.
Leslie war eine phantastische Mutter. Sie bekam bei uns den A-,B- und D-Wurf. Leslie säugte ihre Welpen mit Hingabe bis 12 Wochen, wenn sie dann meinte (als die Welpen so 5-6 Wochen alt waren), dass die Milch wohl nicht reicht, würgte sie den Kleinen ihr Futter vor. Ich muss dabei erwähnen, dass wir selbstverständlich ab den 18.-19. Tag die Welpen mit Fleisch und später dann auch mit Brei zufütterten. Aber selbst wenn wir Leslie nicht zu ihren Welpen ließen, damit sie ihr Futter bei sich behielt, schaffte sie es auch noch 4-5 Stunden später den Welpen ihr Futter vorzuwürgen. Wie sie aussah, wenn alle Welpen aus dem Haus waren, daran möchte ich gar nicht mehr denken. Sie brauchte immer sehr lange, bis sie sich von den Würfen erholt hat.
Nie krank gewesen, erkrankte Leslie im Alter von knapp 11 Jahren an Lungenkrebs. Sie hatte nie Probleme mit dem Gesäuge, keine auch noch so kleine Mammatumore, aber sie hatte den Krebs in der Lunge. Wir ließen sie operieren, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so ganz bösartig ist - aber die Hoffnung trog. Meine Tierärztin rief mich bei der OP hinzu und zeigte mir die Ausmaße des Tumors, er bedeckte fast den ganzen Lungenflügel. Nach 3 Tagen hoffen und warten, Leslie blieb in der Praxis, da sie nicht transportfähig war, durften wir sie wieder mit nach Hause nehmen. Sie lebte noch 3 Monate und wir verwöhnten sie, soweit es ging - aber dann ging es ihr innerhalb von nur 2 Tagen so schlecht, dass wir sie sehr schweren Herzens gehen ließen.
Heute weiß ich, Leslie war eine der Besten der Rasse, obwohl sie diese Auszeichnung auf einer Ausstellung niemals erreicht hat.
Deutscher Champion (Klub+VDH), Deutscher Vet.-Champion
CACIB, BOB, BIS
Chetruda Mr. Leatherman - Chips
03. November 1991 - 03. Februar 2003
Chips kam im Januar 1992 zu uns. Ich habe ihn in Manchester abgeholt und ihn im Flugzeug nach Frankfurt gebracht. Dort wurden wir dann von meinem Mann aufgepickt und nach Hause gefahren.
Chips fühlte sich sofort bei uns wohl. Er kam, sah und siegte! Er wurde für mich der "once in a lifetime dog"......
Aber - Chips war ein "Montagshund", so wie es Montagsautos gibt, die nie ganz in Ordnung kommen, sollte mein Chips nie ganz gesund werden.
Als er kam hatte er schon eine Ohrenentzündung, die ich natürlich behandeln ließ. Aber sie wurde nicht besser. Wir wechselten im nächsten Jahr immer wieder die Medikamente. Es wurde nie besser. Dazu kam, dass er im Alter von ca. 6 Monaten einen Ausschlag bekam. Die Pusteln verkrusteten und dann fiel der Grind mit samt den Haaren aus. Es wurde natürlich behandelt und es wurde besser, solange die Medikamente wirkten, dann kam der Ausschlag wieder. Erst als ich nach Birkenfeld in die Klinik fuhr und dort eine überaus gründliche Untersuchung vornehmen ließ, bekam ich Medikamente und Sampoo, die Chips das Leben erleichtern sollten. Was sie auch taten, aber die Ohrenentzündung war nicht in den Griff zu bekommen. Test's ergaben dann, dass Chips auf alle Medikamente, die man in die Ohren geben kann resistent war, bzw. dass die Keime in den Ohren resistent waren. Daraufhin wurde er operiert und die Gehörgänge aufgeschnitten. Erst dieses brachte auf Dauer eine wesentliche Verbesserung, wenn auch keine Heilung.
Chips' Grundleiden war einfach, dass das Imunsystem nicht richtig ausgebildet war und deshalb bekam er dauernd irgendetwas Neues. Nachdem die Ohren operiert waren (davor hatte er noch eine schwere Mittelohrentzündung, die er nur knapp überlebte), bekam er eine Borreliose. Er lag 3 Monate auf Leben und Tod, in der wir alle Höhen und Tiefen erlebten, immer in der festen Überzeugung, dass er es schafft. An guten Tagen konnte er laufen und fressen, an schlechten Tagen musste ich ihn die Treppen heruntertragen, weil seine Gelenke so schmerzten, dass er nicht laufen konnte. Dreimal standen wir kurz davor das Leiden zu beenden, aber immer wenn alles ganz schlimm aussah wurde es wieder besser. Dann kam der Tag, von dem an es nur noch bergauf ging......
Aber die Medikamente hatten seine Leber und Nieren unwiederbringlich geschädigt. Wir wussten schon sehr früh, dass er vermutlich an Nierenversagen sterben würde.
Chips war vom Wesen her, das Beste was die Rasse hervorbringen kann. Er hatte soviel Schmerzen zu ertragen, er hat soviele schmerzhafte Behandlungen ertragen müssen und trotzdem ging er immer freudig in die Tierarztpraxis. Er zeigte niemals, auch nur ansatzweise Aggressionen, außer wenn wenn fremde Rüden in "sein" Reich einbrachen und sein "Reich" war nicht nur unser Haus und Garten, nein auch die ganzen damals noch unbebauten Grundstücke um uns herum.
Chips war einmalig und er sollte einmalig bleiben. Er wurde zwar Vater, aber nachdem das ganze Ausmaß seiner Krankheit bekannt war, wollte ich niemals mit Hunden aus dieser Linie weiterzüchten.
Chips wurde Champion, war öfters Bester der Rasse. Sein Haar war immer glatt und kein Richter hat je bemerkt, wie krank das Haar und die Haut waren.
Er starb im Alter von 11 Jahren an Nierenversagen.